Apr 012007
 

Letztes Wochenende war es wieder soweit. Das schon fast legendäre Unihockeyturnier in Seftigen ging über die Bühne. In der Kategorie Herren kämpften(!) 20 Mannschaften um den Sieg.

Als wir unsere Spielzeiten gesehen haben, hatten schon die ersten unserer Mannschaft bedenken.

  • 15.10 Uhr
  • 17.30 Uhr
  • 19.40 Uhr
  • 23.20 Uhr

Die ersten 2-3 Spiele sollten eigentlich kein Problem darstellen. Da die Bar jedoch um ca. 17.00 Uhr öffnete könnte das letzte Gruppenspiel hart werden…

Erstet Spiel:

Das Team war uns gänzlich unbekannt und wir hatten noch keinen einzigen der Spieler jemals in Seftigen gesehen. (Regelwerk besagt: 1 auswärtiger und 1 lizenzierter Spieler).

Wir legten einen wunderbaren Fehlstart hin. Immerhin konnten wir den 3:0 Rückstand noch ausgleichen was dann trotzdem zum Schlussergebniss von 5:3 führte.

Zweites Spiel:

Wie es sich traditionsgemäss gehört wid nach dem Spiel ein Bierchen getrunken. Beim einen oder anderen war da schon ein Frustbierchen dabei, denn bis 17.30 Uhr dauerte es doch länger als erwartet.

Ich hatte den Eindruck, dass wir schon beim betreten des Spielfeldes irgendwie lockerer waren als beim ersten Spiel.

Es war ein unterhaltsames Spiel welches mit einem 3:1 Erfolg für uns endete.

Froh über den Sieg hatte wir uns natürlich auch ein 😉 Bier verdient.

Drittes Spiel:

Dieser Gegner war uns bekannt. Wir haben bis jetzt noch kein Spiel gegen sie verloren.

Wir konnten ein wunderbares Spiel aufziehen und waren nie in Gefahr den Sig abgeben zu müssen. Schlussergebnis 5:2

Jetzt langsam machte sich der Ehrgeiz bemerkbar. 2 Siege eine Niederlage. Die Gruppen ersten und zweiten kommen weiter, dass heisst wenn wir den nächsten gewinnen sind wir weiter.

Mit diesem Gedanken riskierten wir einen Barbesuch. Dieser endete jedoch abrupt, als wir erfahren haben, dass in der Aula das Spiel HCD-SCB auf Grossleinwand übertragen wird. Wir sicherten uns die besten Plätze und los konnte es gehen.

Als der Match fertig war, war aber erst 22:irgendwas und wir mussten noch eine ganze Stunde warten. Da wir das Bier und die Gummibärlis schon fast nicht mehr sehen konnten kamen wir auf die Idee Kaffee zu nehmen…

Viertes Spiel:

Dieses Spiel würde entscheiden über den Einzug in den Viertelfinal. Wir hofften alle, dass wir uns genug Mut zugeführt hatten.

Es war ein sehr ausgeglichenes Spiel. Ca. bei Spielhälfte schlug es ein für uns. 1:0. Nach der Führung spielte unser Ädu sein ganzes können aus. Er brachte es fertig die restlichen 4 oder 5 Minuten auf Zeit zu spielen und das vorwiegend hinter unserem Tor. Das war ein wirklich rein taktisches Spiel wobei man sich über diese Taktik natürlich lange diskutieren könnte… Schlussergebnis 1:0 und Viertelfinal.

Nach einem kurzen Blick auf den Spielplan wussten wir bescheid, dass das erste Viertelfinalspiel um 0:00 (oder doch 24:00 Uhr) gespielt wird. Wir mussten auch nicht lange überlegen was wir mit den 30 Minuten anfangen sollen bis zum Viertelfinal. Bier!

Viertelfinal:

Hier kam uns zu gute, dass Ädu die Gegner bestens kannte. Devise war: Schiessen aus allen Lagen und Abstaubertore erzielen. Das funkionierte leider nur einmal. Jetzt wurde es dramatisch. Die Schlusssirene ertönte beim Spielstand von 1:1. Das bedeutete Penalty schiessen. 3 Spieler pro Mannschaft. Wir konnten (mussten) beginnen.

– Pesche nahm Anlauf, Schuss – Pfosten.

– Role unser Goalie musste sich geschlagen geben; 0:1

– Rönu lief an und hämmerte den Ball ins Netz; 1:1

– Role blieb nun cool und machte sich „nur“ gross im Tor. Gehalten!; 1:1

– Nun lief Ädu an (unser letzter Schütze). Er zog eine Riesenshow ab mit dem Resultat, dass der Torhüter hielt; 1:1

– Nun lag alles an Role. Doch er wurde immer besser und hielt:1:1

Es war wirklich nichts für schwache Nerven. Nach je 6 Penalty’s zogen wir mit 3:2 in den Halbfinal. Schon jetzt stand fest das dies unser bestes Ergebnis bei diesem Turnier geben wird. Minimum Platz 4.

Das Problem war nun aber, dass die Zeitabstände zu kurz waren um ein Bier hohlen zu gehen.

Halbfinal:

Diesen haben wir mit 6:4 (ohne Gewähr) verloren. Wir begannen leider erst beim 3:0 zu spielen und die Zeit reichte nicht mehr aus um noch aufzuholen.

Kleiner Final:

Der Ehrgeiz war da, jedoch das können fehlte uns. Nur ein Spieler von uns spielt auf dem gleichen Niveau wie die ganze gegnerische Mannschaft. Wir wurden zeitweise regelrecht vorgeführt. Wir verlohren…

Nichts desto trotz machten wir, was wir in solchen Situationen immer machen… wir nahmen ein Gummibär.

Fazit:

  • Es war ein wunderbares Turnier.
  • Unser bestes Resultat überhaubt
  • Barpreise waren angemessen
  • Wartezeit auf eine Bratwurst mit Pommes ca. 45 Sekunden(!)
  • Wir kommen nächstes Jahr wieder

  6 Responses to “Unihockey Night 2007”

  1. Klingt nach viel Spass. Da ich aber schon nüchtern keine Perle im Unihockey bin (wohl der einzige aus meinem Heimatdorf ;-)), würde ich es wohl nicht wagen nach den diversen Barbesuchen noch das Feld zu betreten ;-).

  2. Gratuliere zum guten Ergebnis!

    Wie bis ins Berner Unterland zu erfahren war, spieltest du das Turnier ja fast halbtot, so gebührt dir noch mehr Respekt!

  3. Doch Moesu. Die Barbesuche machen dich eben stärker 😉
    Michi: Halbtot war fast noch untertrieben…

  4. Nach meiner heutigen Badminton-Niederlage wächst der Wunsch ins Unermessliche, dich auch mal halbtot als Gegner zu haben. Husten reicht jedenfalls noch nicht 😉

  5. Nur die Ruhe, der Tag wird kommen an dem ich nicht zu 0 gewinnen werde.

  6. […] ist so gut wie geritzt. Es sollte alles anders kommen. Unsere Mannschaft war gleich besetzt wie letztes Jahr, wo wir leider im kleinen Final verloren […]

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